Mobilität

Verkehrsanbindung

Ein oft unterschätzter Faktor hinsichtlich der Energieeffizienz einer Bauleitplanung ist das Mobilitätsbedürfnis der Bewohner. Unter anderem lässt sich nach dem Anlass der Fortbewegung unterscheiden, so z. B. Fahrten von und zur Arbeit, Besorgungen, Freizeitmobilität.

 

Um die Mobilität in Bezug auf Erwerbsarbeit zu reduzieren, bietet sich neben einer guten Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auch die Unterstützung neuer Mobilitätsformen an. Dazu gehört neben einer Mitfahrzentrale (z. B. www.ostallgaeu.mifaz.de), über die sich Pendler leichter organisieren können, auch Car-Sharing, mit dem beispielsweise die Zahl der Zweitwagen reduziert werden kann. Schließlich kann auch ein gesundes Arbeitsplatzangebot vor Ort den Mobilitätsbedarf reduzieren.

 

Besondere Bedeutung kommt der Gestaltung der Geh- und Radwege zum Ortskern und zu Funktionsbereichen (Einkaufsgelegenheiten, Sportgelände, Spielplätze, Erhohlungsräume, etc.) zu. Sind diese gut ausgebaut und (Kinder-) sicher, erleichtert das den Verzicht auf das Automobil zugunsten des zu Fuß gehens oder des Fahrrads.

Nahversorgung

Eine weitere Möglichkeit der Reduzierung des Mobilitätsbedarfs besteht darin, Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen näher zur Wohnbebauung zu bringen. Dies kann beispielsweise mit der Planung von Misch- statt reinen Wohngebieten umgesetzt werden. Mit Sorgfalt geplant kann dies auch eine Bereicherung des sonst eintönigen Ortsbildes (eines Baugebietes) darstellen.

 

Gegebenenfalls kann auch die Ansiedelung von Einrichtungen des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel, Apotheke, etc.) im Ort durch die Kommune begünstigt werden, was Fahrten zum nächsten Hauptort reduzieren hilft. Nicht zuletzt durch eine hohe Präsenz öffentlicher Einrichtungen (z. B. Kindergärten, Schulen, Spielgelände) und guter Vereinsarbeit kann Mobilitätsbedarf verringert werden.