Zieldiskussion

Ziele der Planung

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Nur wer das Ziel kennt, kann den Weg wählen!

 

Noch bevor erste Schritte zur Ausweisung eines neuen Baugebiets unternommen werden, empfiehlt es sich, sich in Gremium und Verwaltung über grundlegende Ziele und Randbedingungen bewusst zu verständigen. Dies gilt auch schon für den Flächennutzungsplan als Grundlage späterer Bebauungspläne. Nicht zuletzt garantiert dies einen verlässlichen und klaren Rahmen für Verwaltung und Ingenieurbüro. Folgende Themen sollten in diesem Zuge behandelt werden:

 

  • Sind die Potentiale zur Innenentwicklung vollständig erschöpft? Diese ist nämlich in der Regel nicht nur für das Klima, sondern auch für das Dorf- bzw. Stadtbild sowie finanziell günstiger.
  • Die Lage eines Baugebiets beeinflusst nicht nur mögliche solare Gewinne der Gebäude (Süd-/Nordhang), andere Witterungseinflüsse (z. B. Wind), sondern auch die Verkehrsanbindung und weitere Ortsentwicklung.
  • Befinden sich die Grundstücke in kommunalem Besitz bzw. können vorab erworben werden, stehen der Kommune zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten (privatrechtliche Verträge) zur Verfügung.
  • Die angestrebte städtebauliche Dichte (Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhäuser) hat nicht nur Einfluss auf das Ortsbild, sondern auch auf den späteren Energieverbrauch der Gebäude.
  • Der angestrebte technische Baustandard (z. B. definierte Unterschreitung der gesetzlichen Standards) hat großen Einfluss und sollte mit Sorgfalt definiert werden.
  • Die angestrebte Effizienz der Versorgungsanlagen (z. B. Anteil KWK-Anlagen) sowie der Anteil erneuerbarer Energien (z. B. Photovoltaik) beeinflussen die spätere Energieeffizienz.
  • Das gewählte Verfahren für die Auswahl eines städtebaulichen Entwurfs (z. B. Wettbewerb, Aufbau auf bestehendem Entwurf) beeinflusst die Kenntnis von möglichen Alternativen.

 

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